Moore sind nicht nur faszinierende Lebensräume und Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Sie speichern in ihren über Jahrtausenden gewachsenen Torfböden auch mehr Kohlenstoff als jedes andere Landökosystem der Welt – aber nur, solange sie nass und als Feuchtgebiete intakt sind. Das sind in Deutschland aber nur noch ganz winzige Moorflächen. Über 90 Prozent der Moore sind mittlerweile großflächig entwässert, um sie land- und forstwirtschaftlich zu nutzen. Mit entsprechend fatalen Folgen für den Klimaschutz. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, Moore zu erhalten und ehemalige Moorgebiete wieder zu vernässen. Doch wie kann das gelingen und wo stehen wir in diesem Prozess?
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Prof. Dr. Matthias Drösler ist Vegetationsökologe und hat eine Forschungsprofessur für Klimawandel und Moor-Ökosysteme an der Hochschule in Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und leitet das dortige Peatland Science Centre am Institut für Ökologie und Landschaft. Prof. Drösler ist zudem Ko-Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Natürlicher Klimaschutz (WBKN) der Bundesregierung.
Pia Röder arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Peatland Science Centre an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Entwicklung moorverträglicher Bewirtschaftungsmaßnahmen für landwirtschaftlichen Moor- und Klimaschutz.
Video
- Pia Röder: Mehr Moor wagen! Über den Beitrag von Mooren zum Klimaschutz. Vortrag im münchner zukunftssalon am 1. Oktober 2025
Das Thema im oekom verlag
- Moore – Trümpfe in der Klimakrise. Themenheft der politischen ökologie 169, München 2022