“Den Engeln gleich: Anmerkungen zur Metaphysik der Medien in Zeiten von Corona”

Corona ohne Internet – nicht vorstellbar, der Bildschirm ist fast das einzig noch verbliebene Fenster zur Welt. Dabei befällt uns eine gewisse Schwerelosigkeit .Wie von Geisterhand und quasi körperlos überwinden wir mit ein paar Mausklicks die Barrieren von Raum, Zeit und Materie. In der vormodernen Zeit haben die Menschen derlei Reisen nur ganz bestimmten Wesen zugetraut: den Engeln. Die neue Folge des oekom podcasts verfolgt diese historischen Spur und kommt zu überraschenden Parallelen zwischen der modernen Mediengesellschaft und den Vorstellungen des Mittelalters. Stehen sich Technologie und Theologie näher als gemeinhin vermutet? Und ist unsere ganze mediale „Engelhaftigkeit“ für den Natur- und Umweltschutz eher zu- oder abträglich?

 

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Dr. Manuel Schneider

Studium der Philosophie, Mittlere und Neuer Geschichte sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an den Universitäten Köln und München. Arbeitet seit Ende der 1980er-Jahre an Umweltthemen und Fragen nachhaltiger Entwicklung, u.a. als langjähriger wiss. Geschäftsführer der Münchner Schweisfurth-Stiftung sowie als Autor und Herausgeber zu ökologischen und umweltethischen Themen, darunter (zusammen mit Karlheinz A. Geißler): Flimmernde Zeiten. Vom Tempo der Medien. Hirzel Verlag: Stuttgart 1999. Zurzeit Geschäftsführer des oekom e.V. mit seinem münchner zukunftssalon und der Selbach-Umwelt-Stiftung sowie freiberuflicher Stiftungsberater und Projektentwickler mit seinem Projektbüro !make sense!.