Neue Gentechnik-Regeln – Gezielter Verstoß gegen Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit? [Ein Gespräch mit Martha Mertens und Annemarie Volling]

Noch sind Europas Äcker weitgehend gentechnikfrei – doch das könnte sich bald ändern. Die EU plant die weitgehende Deregulierung von Pflanzen, die mithilfe Neuer Gentechnik hergestellt wurden. Sie sollen ohne jegliche ökologische und gesundheitliche Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung auf den Markt kommen. Doch wie sicher ist die „Neue Gentechnik“ wirklich? Welche Kriterien für deren „Unbedenklichkeit“ liegen dem Gesetzesvorschlag zugrunde? Und was würde es für uns alle (aber auch für die Natur) bedeuten, wenn die Vorgaben der EU-Kommission wie geplant umgesetzt würden? Werden Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit dann den Interessen einiger wenigen Gentechnikkonzerne geopfert? – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Vorschlag der EU-Kommission, der Neuen Gentechnik den Weg auf die Äcker Europas zu ebnen.

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Dr. Martha Mertens ist Biologin und Sprecherin des Arbeitskreises „Bio- und Gentechnik“ des BUND und des BUND Naturschutz Bayern sowie langjährige stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des BUND. Für ihre Verdienste erhielt die freiberuflich und ehrenamtlich tätige Wissenschaftlerin 2014 die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt.

Annemarie Volling ist Umweltwissenschaftlerin und arbeitet als Expertin für Gentechnik- und Patentfragen für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. 2023 erhielt sie von Slow Food Deutschland den Ursula Hudson Preis, mit dem ihr langjähriger Einsatz für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ausgezeichnet wurde.

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